Indigene Stämme und Völker Nordamerikas

   Langstreckenlauf

Enrico "Running Man"

 

Das Bild stammt von den bayrischen Marathonmeisterschaften in Augsburg im Herbst 1988, wo ich 2:48:49 gelaufen bin, obwohl ich eigentlich mehr zufaellig zu diesem Marathon gefahren bin. Einige Laeuferkollegen meines damaligen Vereins LC Buchendorf wollten in Augsburg laufen und wir sollten zum Zuschauen mitfahren. Das war aber nichts für mich und so meldete ich mich kurzentschlossen nach. Letztlich war ich der Einzige aus dem Verein, der durchlief.

27.315,50 km 

Oben meine gelaufenen Gesamt-Kilometer (18.02.1986 - 05.10.2009)

Heute (22.06.2010) muss ich in diesem Zusammenhang leider sagen, dass ich hoechst-wahrscheinlich nicht mehr laufen werde. Ich habe im Knie einen Meniskus- und Knorpelschaden, der einen operativen Eingriff noetig machte. Im Moment befinde ich mich in der Heilungsphase und darf meinen rechten Fuss 5 Wochen nicht belasten. Wie es danach aussieht, weiss ich selbst noch nicht, aber ich will aktiv bleiben und viel spazieren gehen und leichte Bergwanderungen unternehmen. Das kommt meinem Knie zugute und auch unserer lieben Jazzy ;-))).

Ausdauersport ist immer auch entscheidend für die Fitness. Dabei ist es wichtig, regelmaessig zu trainieren, egal ob im Freien oder im Fitness-Studio, egal ob Laufen, Radfahren oder allgemeines Fitnesstraining. Jeder regel-maessig ausgeübte Sport fuehrt zur Fitness. Man sollte nur nicht uebertrei-ben, aber auch diszipliniert die erforderlichen Einheiten absolvieren. Für allgemeine Fitness genügt es in der Regel, 2 bis 3 mal die Woche ca. 1 Stunde zu trainieren.

Um Ausdauersport auf einem hoeheren Level zubetreiben, ist es notwendig, sein Leben danach auszurichten. dazu gehoert die richtige Ernaehrung genauso wie entsprechende Erholung und Verzicht auf Nikotin und Alkohol. Die unten angegebenen Empfehlungen gelten für Frauen ebenso wie für Maenner. Um die Uebersichtlichkeit zu bewahren wird vom Marathonlaeufer gesprochen, obwohl man genausogut von der Marathonlaeuferin gesprochen werden koennte.

Start beim Muenchen-Marathon - alle laufen los, als waeren die ersten Meter entscheidend...

Das bedeutet aber nicht, dass man auf alles rigoros verzichten muss, sondern dass man alles in im richtigen Verhaeltnis macht. Ein Bier oder ein Glas Wein haben noch niemandem geschadet und in den Kreisen der Ausdauersportler ist es eine liebe Gewohnheit, nach einer anstrengenden Trainigssession ein Bierchen zu trinken. Das entspannt und man füllt den geleerten Speicher schon wieder mal ein bischen auf.

Zu beachten ist, dass man für eine ausreichende Regeneration sorgt. Eine lange oder intensive Trainingseinheit erfordert hernach eine entsprechende Regeneration, damit der Koerper Zeit hat, die verlorene Substanz wieder zu bilden. Die Trainingseinheit wird nur dann erfolgreich, d.h. den erwuenschten Effekt haben, wenn der Sportler dem Koerper Zeit gibt, sich zu erholen und die erarbeiteten Einheiten in Energie umzuwandeln.

Zur Haelfte der Distanz sieht es schon anders aus - schoen langsam geht es an die Substanz...

Es macht auch wenig Sinn, das ganze Jahr über voll zu trainieren. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass der November bis Mitte Dezember die beste Zeit ist, um eine lockere Trainingsphase oder auch eine Trainingspause von bis zu vier Wochen einzulegen. Dabei ist zu achten, dass man sich gewichtsmaessig nicht zu sehr in Richtung Plus bewegt.

Für Laeufer bietet sich an, ab Mitte Dezember das Training wieder aufzu-nehmen und einen der allerorts angebotenen Sylvesterlaeufe für einen ersten Check zu nutzen. Wie bin ich drauf, was ist zu tun, was will ich in der kommenden Saison machen? - Das sind einige der Fragen, die man sich zu dieser Zeit stellen sollte.

Wenn man es sich gut einteilt, geht es auch auf den letzten Kilometern gut!

Für Marathonlaeufer ist es empfehlenswert, das Hauptaugenmerk im Training von Jaenner bis Mitte Februar auf Ausdauer zu legen, das heisst, man sollte die Kilometerumfaenge und die Trainingstage pro Woche langsam steigern, wobei ein Umfang von Anfangs ca. 50 km bis gegen Ende der Trainingsperiode entsprechend den Vorgaben von Ca. 80 bis 100 km woechentlich erreicht werden sollten. Auch ist darauf zu achten, mindestens ein mal pro Woche einen langen Lauf (20 bis 30 km) einzubauen.

Für einen Laeufer, der es nicht auf Bestzeiten abgesehen hat und eine Zeit um 4 Stunden anstrebt, genuegen natuerlich auch geringere Umfaenge, jedoch sollten auch sie oder er darauf achten, mindesten 3 bis 4 mal die Woche zu trainieren und dabei ein mal auch eine laengere Distanz (15 bis 20 km) zuruecklegen, wobei das Hauptaugenmerk auf Ausdauer zu legen ist.

Die meisten Marathons, die im Fruehjahr angeboten werden, finden in der Regel im Spaetfruehjahr oder im Fruehsommer statt, wenn es noch nicht zu heiss ist. Das heisst, der ambitionierte Laeufer wird ab Mitte Februar bis spaetestens Mitte Maerz beginnen, auch Tempoeinheiten in das Training einzubauen.

Muenchen Marathon 1989 - die Spitzengruppe nach ca. 21 km

Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ob ein Fahrtspiel (Tempoverschaerfungen während eines Dauerlaufes), ob ein Intervalltraining auf der Bahn (Pyramidenläufe, z.B. 200/400/800/400/200 m über Marathon-Renntempo mit entsprechenden Pausen oder 10 mal 1000 m in gleichmaessigem Tempo im Bereich der 10000 m Bestzeit mit jeweils 400 m lockerem Trab dazwischen usw.) oder auch einmal ein Tempolauf, das ist jedem selbst ueberlassen, man sollte aber schon versuchen, diese Einheiten einmal pro Woche durchzuziehen.

Am Samstag bietet es sich an, einen laengeren Lauf zu absolvieren. Dabei ist darauf zu achten, ein langsames Tempo vorzulegen und am Sonntag einen Ruhetag einzuplanen.

Ca. 3 Wochen vor dem geplanten Marathontermin sollte man noch einen laenge-ren Lauf (20 bis 30 km) im geplanten Marathontempo absolvieren, um die Form zu ueberpruefen. Dann sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen am entscheidenden Tag.

Zur Ernaehrung nur so viel: Kohlehydrate, Fisch, Obst und Gemüse, dazu Muesli, Joghurt und viel Mineralwasser, ev. mit Saeften gemischt.

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Langstreckenlauf - Marathon ist nicht unmoeglich...

Meine Erfahrungen im Lauf-Bereich reichen in etwa bis 1985 zurück. Damals hatte ich das Gefuehl und das Beduerfnis, etwas zu tun, um mein Uebergewicht (nicht extrem, aber es sammelte sich Speck an den Hueften an und es ent-stand der beruechtigte "Schwimmreifen") zu reduzieren.

Ich begann also zu laufen und war dabei sehr konsequent. Nach einer gewissen Einlaufzeit konnte ich dann 10 km am Stueck ohne Probleme bewaeltigen und es machte mir auch noch Spaß.

Meine ersten Laufschritte taetigte ich Anfang Maerz und nach einer gewissen Zeit bekundete ich gegenueber meiner Frau und Freunden mein Interesse, einmal einen Marathon mit zu laufen. Das Echo war, dass man mir nahelegte, dies so bald als moeglich zu bewerkstelligen, da ich ja "jetzt fit sei, gesund und auch sonst nichts dagegen spraeche".

Anfang Mai stand der Muenchen City-Marathon auf dem Programm und so meldete ich mich kurz entschlossen an. Mein Ziel war es, unter 4 Stunden zu bleiben. Am Training aenderte ich nur, dass ich jetzt ein paar mal eine 20 km Distanz lief. Eine Woche vor dem Marathon fand in den Isarauen ein Volkslauf über ca. 10 km statt, den ich als Test erfolgreich absolvierte.

Dann war es so weit. Ich startete in der letzten von 8 Gruppen a' 1000 Läufer. Das Wetter war optimal, die Temperatur nicht zu hoch und mir ging es praech-tig. Am Ende kam eine Zeit von 3:05:31 Stunden heraus - ich war begeistert und natuerlich sehr motiviert.

Danach trat ich dem LC Buchendorf, einem reinen Laufclub bei und das Training wurde semiprofessionell. Das Ergebnis war letztendlich eine Bestzeit von 2:47:36 Stunden. Wobei sich natuerlich auch Bestzeiten über 10 km (36:24 min) und über 25 km (1:34:27 Stunden) und auch andere Distanzen einstellten. Heute betreibe ich das Laufen nur noch für mich, zum Spaß und zur Fitness. Mit dem Laufen gelingt es mir hervorragend, mein Gewicht zu halten und meine Leistungsgrenzen nach oben zu verschieben. Ich moechte das Laufen nicht mehr missen und es jedem Menschen empfehlen.

Zieleinlauf bei meinem ersten Marathon (gruener Punkt) 1986 in Muenchen im Olympia-stadion, noch ca. 150 m, dann ist es geschafft - 3:05:31

Wie man sieht, gibt es keine wirklichen Grenzen. Wenn der Wille da ist, das Training gut und die Motivation groß, kann man vieles erreichen. Laufen ist ein Sport, der nicht unbedingt von Anfang an Spass bringt. Man sollte schon ein paar Monate einplanen, in denen man sich unter Umstaenden auch quaelt. Aber wenn man es einmal geschafft hat, ist es wie eine "Droge", man kommt nicht mehr davon los und auch wenn man einmal eine laengere Pause einlegt, ist es fuer einen Läufer relativ leicht, wieder in diesen Sport einzusteigen. Schließlich weiß man, was einen erwartet.

Für den Marathon ist natuerlich eine gezielte Vorbereitung notwendig und es sollten auch nicht mehr als 1 oder 2 Marathonlaeufe im Jahr (Fruehling und Herbst) gemacht werden. Es ist unabdingbar, das Hauptaugenmerk auf die Ausdauer zu legen. Daher sollte man laengere Laeufe (teilweise im geplanten Marathon-Renntempo) forcieren. Einmal in der Woche sollte man sich auch nicht scheuen, auf der Bahn Tempo zu bolzen (Pyramidenläufe, Fahrtspiel - das man auch in das allgemeine Training einbauen sollte - Intervalltraining usw.). Das bringt eine Verbesserung der Tempohaerte und fuehrt letztendlich zu einem guten Wettkampfergebnis.

Das Laufen an sich ist eine der Sportarten, die ueberall ohne viel Aufwand (leichte Kleidung, gute Laufschuhe) betrieben werden kann. Ob zu Hause oder im Urlaub oder aber auch auf einer Geschaeftsreise - eine Stunde genuegt, und schon hat man etwas für seine Fitness getan, kann ruhigen Gewissens auch einmal über die Straenge schlagen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen etwas den Mund waessrig gemacht. Versuchen Sie es doch einfach einmal! Zuerst am Besten mit Gehpausen gemischt und kuerzere Strecken, spaeter geht es dann wie von selbst und die Strecken werden laenger. Also, auf geht's und viel Spass dabei!

Muenchen Marathon 1987 - ca. 300ster von 8000 Läufern

Meine Bestzeiten (als ich in etwa 39 bis 40 Jahre alt war):

3000 m Bahn - 10:20 - in Karlsfeld am 20.05.1988

5000 m Bahn - 17:54 - in Karlsfeld am 09.08.1989

10000 m Bahn - 36:48 - in Karlsfeld am 03.09.1989

10 km - 36:25 - in Muenchen am 16.04.1989

15 km - 56:38 - in Groebenzell am 13.03.1988

Halbmarathon - 21,1 km - 1:20:43 - in Mondsee am 05.06.1988

25 km - 1:34:21 - in Muenchen-Forstenried am 09.04.1989

Marathon - 42,195 km - 2:47:38 - in Muenchen am 08.05.1987

Bestzeit beim Muenchen-Marathon 1987

Das Training war aufgebaut aus Vereinstraining auf der Tartanbahn (Tempo und Intervalle sowie Koordination) und in der Halle (im Winter Zirkeltraining) und aus eigenem individuellen Training mit einer Mischung aus Fahrtenspiel, langen Laeufen und Wettkaempfen über verschiedene Distanzen bis 25 km. Drei Jahre lang trainierte ich gewissermaßen "semiprofessionell". In dieser Zeit trainierte ich fast jeden Tag mit Umfaengen, die von 70 Wochenkilometern bis (vor den Marathons) teilweise 150 km in der Woche reichten. Die Distanzen variierten je nachdem. Es kam schon vor, dass ich unter der Woche zwei mal 25 km und am Samstag 35 km lief.

Ich laufe auch heute noch sehr gerne, wenn ich auch keine Lust mehr auf Wettkaempfe verspuere. Meine momentanen Laufstrecken bewegen sich im Bereich von 10 bis 18 km Laenge, wobei es schon einmal vorkommen kann, dass ich auch 24 km laufe. Allerdings ohne Stress und nach Lust und Laune, wobei schon gesagt werden muss, dass ich mindestens 3 mal in der Woche zum Laufen gehe. Ich bin heuer (2005) 57 Jahre alt geworden und im Moment in der Lage, die 10 km gut unter 5 min/km Schnitt zu laufen. Wie schon oben erwaehnt hatt ich im Juni 2010 eine Knieoperation und damit hat sich das Thema Laufen fuer mich leider erledigt. Dafuer haben wir jetzt unsere Jazzy, eine super liebe und schoene Zwergschnauzerhuendin, mit der wir viel unterwegs sind. (siehe auch Jazzy's Seite)

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